Madeira ist eine sehr breit gezogene Insel, sodass Nord- und Südküste sehr ausgeprägt sind im Gegensatz zur Ost- und Westseite. Der Norden und der Süden werden durch Gebirge getrennt, welches viele Wanderer, die grandiose Ausblicke genießen möchten, anlockt. Durch die Gebirgskette unterscheiden sich die beiden Hauptküsten auch voneinander, was sich auch in den interessanten Wetterunterschieden bemerkbar macht.
Der Norden liegt abgeschieden und weist eine faszinierende, teils noch unberührte aber auch wilde Landschaft auf, und es gibt nur wenige Hotels und Ferienhäuser, die z.B. von Wanderern aufgesucht werden. Die herrlich grünen Täler sowie die steilen Bergen ziehen viele Mountainbike und Trekking Fans an, die hier auf ihre Kosten kommen.
Besonders beliebt ist aber die Südküste Madeiras, die vor den kalten Passatwinden geschützt ist und wo sich die meisten Touristen ihre Unterkunft suchen.
Beliebte Reiseziele an der Südküste
- Canico de Baixo
- Canico
- Garajau
- Ribeira Brava
- Camara de Lobos
- Calheta
- Ponta do pargo
Hier erwartet den Besucher eine große Vielfalt an Aktivitäten und Attraktionen, und ist somit als Ausgangspunkt für Inselerkundungen und Wanderungen ideal. Die beliebten Wanderwege wurden vor rund 300 Jahren zur einfacheren Pflege und Wartung der bekannten kleinen Wasserkanäle angelegt, die sich Levadas nennen. Besonders beeindruckend ist darüber hinaus der Lorbeerwald Laurisilva, der noch ungefähr zwanzig Prozent der Inselfläche bedeckt und 1999 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde.

Die Levadas
Dieser Lorbeerwald ist aufgrund des stetigen Nebelniederschlags sehr feucht und breitet sich in einer Höhe von 300 bis 1300 Metern auf der Nordseite sowie zwischen 700 und 1200 Metern auf der Südseite der Insel aus. Hier befindet sich eine Pflanzenvielzahl, die ihresgleichen sucht, wie zum Beispiel:
- Azoren-Lorbeer
- Holunder
- Heidelbeeren
- Wacholder
- Madeira-Mahagoni
Die beliebte Ferieninsel geizt nicht mit ihren Reizen und versetzt ihre Besucher immer wieder in Staunen und Verzücken. So finden die Touristen regelmäßig aus ganz Europa immer wieder ihren Weg auf die Blumeninsel, doch bis vor wenigen Jahren überwog noch die Anzahl der Briten, besonders in den Orten, in denen bereits der Maler Churchill seine Inspiration fand, wie beispielsweise in ,Câmara de Lobos‘. Seit einigen Jahren nun haben allerdings auch viele deutsche Touristen dieses wunderschöne Fleckchen Erde lieben gelernt und Madeiras Hauptstadt Funchal, die sich ebenfalls auf der Inselsüdseite befindet, wird mittlerweile an mehreren Tagen in der Woche aus Deutschland angeflogen. Um auch von Großraumflugzeugen angeflogen zu werden, wurde die Landebahn des Flughafens Funchal im Jahr 2000 durch eine 1000 Meter lange Brückenkonstruktion, die auf 180 Betonpfeilern steht, künstlich verlängert. Bereits während des Anflugs bietet sich den Ankömmlingen so eine spektakuläre Sicht auf Madeira und deren Hauptstadt, die viele Sehenswürdigkeiten für sie bereithält.
Sehesnwertes in den Regionen von Madeiras Süden
Neben einer Besichtigung der Kathedrale Sé und der 1741 erbauten Wallfahrtskirche ,Nossa Senhora do Monte‘, bietet die Stadt viele weitere Touristenattraktionen wie beispielsweise das den Markt und viele verschiedene Gärten. Aber auch ein Besuch im tropischen und auch im Botanischen Garten ist empfehlenswert und sollte bei einem Urlaub auf Madeira auf keinen Fall fehlen. Viele Hotels befinden sich direkt in Funchal beziehungsweise in direkter Umgebung. Die Inselbesucher können hier das große Angebot an zahlreichen Aktivitäten und Attraktionen genießen, nach Herzenslust einkaufen gehen, in einem der zahlreichen Restaurants speisen, einen gemütlichen Abendspaziergang am Hafen direkt im Stadtzentrum machen und dann den Abend in einer der vielen Bars ausklingen lassen.

Die Südküste der Insel
Aber Madeira hat weit mehr zu bieten als nur seine schöne Hauptstadt Funchal. So ist ,Caniço de Baixo‘ östlich von Funchal ebenfalls eine sehr beliebte Gegend, allerdings mit wesentlich weniger Hotelanlagen und dadurch insgesamt ruhiger und beschaulicher. Wer mit einem Mietwagen die Südküste Madeiras erkunden möchte, dem sei empfohlen genügend Zeit einzuplanen, denn durch die kurvigen Küstenstraßen kommt man nicht sehr zügig voran. Hobbyfotografen finden sicherlich viele Möglichkeiten des Fotografierens, da die steilen Klippen und die fruchtbare Hänge, an denen allerlei tropische Früchte, Gemüse und Wein angebaut werden genau wie die einzigartige Aussicht viele schöne Fotomotive bieten.
Im Hafen von ,Camâra de Lobos‘ lassen sich zudem farbenfrohe Holzboote und an die Klippen gebaute Häuser bewundern. Wer sich für das Zubereiten von typisch madeirischen Köstlichkeiten interessiert, dem sei ein Besuch der Zuckerrohrschnaps Fabrik in ,Calheta‘ ans Herz gelegt, wo man zudem hervorragenden Zuckerrohrsirup, Rum und leckeren Honigkuchen kosten kann. Eine der höchsten Steilklippen der Europäischen Union mit ungefähr 585 Meter steil abfallenden Felsgestein befindet sich in ,Cabo Girão‘ und bietet nicht nur Fotografen oder Romantikern einen herausragenden Panoramablick. Wer sich ein wenig tiefer direkt ans Wasser wagen möchte, der findet hier die schwarzen Kieselstrände unterhalb der Klippen, die sich auf vielen Postkarten wiederfinden, und eignen sich hervorragend für ein Picknick oder Sonnenbad.
Wer ein Stück weiter die Südküste entlangfährt erreicht bald die an den Hang gebaute, gelborangene Ortschaft ,Ponta do Sol‘, die ebenfalls einen Spaziergang durch die kleinen, verwunschenen Gassen wert ist. Für Sonnenanbeter bietet Madeira viele wunderschöne kleine Badebuchten, häufig direkt unterhalb der vielen Klippen, die entweder durch Treppen oder aber an einigen Stellen auch per Seilbahn erreichbar sind, so beispielsweise in ,Praia da Fajã do Cabo Girão‘ oder auch ,Praia da Fajã dos Padres‘. Madeiras Südküste bietet zudem an vielen Kieselstränden Restaurants, Bars, sanitäre Einrichtungen, Rettungsschwimmer und teilweise sogar einen zusätzlichen Pool. Wer Sandstrände sucht, dem sei der ,Calheta‘ Strand empfohlen. Der Sand für diese zwei künstlich geschaffene Sandstrände ist goldfarben und kommt aus Marokko und ,Figuera da Foz Portugal‘. Diese beiden Strände sind wohl die beliebtesten bei den Touristen wie auch den Einheimischen mit den zahlreiche Wassersportmöglichkeiten und dem beliebten Beachvolleyballfeld. Auch für ungeübte Schwimmer besteht keinerlei Risiko, da die Schwimmzone durch einen langen Damm gut geschützt ist. Die einzelnen Regionen und Orte im Detail gibt es hier.